Programm

 

 

 

 

24. mai 2025, 09.00 – 15.30 uhr

Programm zum 2. Saarländischen Kinderhospiztag 2025

Ab 08.30 Uhr - Einlass

Melden Sie sich an und werfen einen ersten Blick über die anwesenden Dienste, Netzwerkpartner und Aussteller.

09.00 Uhr - Begrüßung

Moderator Michael Friemel begrüßt die Gäste der Veranstaltung und einige Ehrengäste kommen zu Wort. Umrahmt wird die Begrüßung durch eine musikalische Darbietung.

10.00 Uhr - Fachvortrag "Kindeswohl im interkulturellen Kontext"

Prof. Dr. İlhan İlkilic von der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul, Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften, eröffnet mit seinem Fachvortrag den inhaltlichen Teil der Veranstaltung. Im Anschluss an seinen Vortrag bleibt Zeit für Fragen und Diskussion.

11.00 Uhr - Pause

Nutzen Sie die Pause für einen Austausch untereinander und entdecken Sie die ausstellenden Angebote der Partner*innen vor Ort.

11.20 Uhr - Start der Workshops - Teil 1

Wir starten in die ersten Workshops des Tages:

RAUM 1: Lichtblicke: Begleittherapien in der Kinderhospiz- und Palliativarbeit am Beispiel der Hunde-, Pferde- und Musiktherapie
Expert*innen: Therapeut*innen aus den Bereichen der Musik- und Tiertherapie

Begleittherapien spielen in der Kinderhospiz- und Palliativarbeit eine wertvolle Rolle, um Lebensqualität zu fördern, Trost zu spenden und emotionale wie körperliche Entlastung zu ermöglichen. Besonders tiergestützte Interventionen mit Hunden und Pferden sowie Musiktherapie bieten einzigartige Zugänge, um schwerkranke Kinder ganzheitlich zu unterstützen.

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die Wirkungsweisen und Anwendungsbereiche dieser therapeutischen Ansätze. Anhand praxisnaher Beispiele erfahren sie, wie Hunde-, Pferde- und Musiktherapie gezielt zur Unterstützung von Kindern und ihren Familien eingesetzt werden können. Zudem werden Chancen und Grenzen dieser Begleittherapien diskutiert.

 

RAUM 2: Lachen als Medizin und ganz ohne Nebenwirkungen
Expert*innen: Klinikclowns Pini (Christiane Scheer-Schwan) und Pompom (Michael Schwan)

Lachen ist eine universelle Sprache – sie verbindet, befreit und kann selbst in schwierigen Lebenslagen Trost und Kraft spenden. In diesem Workshop nehmen zwei Klinikclowns Sie mit in ihre bunte Welt und zeigen, wie Humor und Empathie dazu beitragen können, die Lebensqualität von schwerkranken Kindern und ihren Familien zu verbessern.

Sie erhalten spannende Einblicke in die Arbeit der Klinikclowns, erleben praktische Beispiele aus ihrem Alltag und erfahren, wie spielerische Leichtigkeit emotionale Barrieren überwindet. Mit interaktiven Elementen und kleinen Übungen lernen Sie, wie auch im herausfordernden Umfeld der Kinderhospizversorgung positive Momente geschaffen werden können – ganz nach dem Motto: Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte.

 

RAUM 3: Versorgung von sterbenden Kindern im Islam
Expertin: Wippert-Harichane

Die Versorgung von sterbenden Kindern erfordert nicht nur medizinische und pflegerische Kompetenz, sondern auch ein tiefes Verständnis für die kulturellen und religiösen Bedürfnisse der betroffenen Familien. In diesem Workshop beleuchten wir die speziellen Anforderungen und Rituale im Islam, die bei der Begleitung und Pflege von sterbenden Kindern eine zentrale Rolle spielen.

Teilnehmende erhalten Einblicke in islamische Glaubensvorstellungen zum Sterben, Tod und Jenseits, lernen wichtige religiöse Rituale und Gebete kennen und erfahren, welche Rolle Familie, Gemeinde und Seelsorge in dieser sensiblen Lebensphase spielen.

12.15 Uhr - Mittagspause

Nutzen Sie die Pause für einen Austausch untereinander und entdecken Sie die ausstellenden Angebote der Partner*innen vor Ort.

13.00 Uhr - Fachvortrag "Vorausplanung für Kinder mit palliativem Versorgungsbedarf. Advance Care Planning für Erwachsene – auch eine mögliche Entscheidungshilfe für Kinder und Jugendliche sowie ihrer Eltern?"

Prof. Dr. Henrikje Stanze, Professorin für Pflegewissenschaft, Schwerpunkt Beratung, Case und Care Management an der Hochschule Bremen.

14.00 Uhr - Start der Workshops - Teil 2

Wir starten mit dem zweiten Workshop-Teil des Tages:

RAUM 1: Ein ethisches Prinzip von Selbstbestimmung für Kinder und Jugendliche in Form von vorausgeplanter Behandlung und Versorgung – wie kann dies gelingen?
Expertin: Prof. Dr. Henrikje Stanze, Professorin für Pflegewissenschaft, Schwerpunkt Beratung, Case und Care Management an der Hochschule Bremen.

Vertiefend zum Vortrag sollen in diesem Workshop in Anlehnung an das internationale Konzept „Advance Care Planning“ mögliche Schwerpunkte für die Vorausplanung bei Kindern und Jugendlichen diskutiert und erarbeitet werden.

 

RAUM 2: Achtsamkeit und Resilienz im Ehrenamt – Umgang mit Schwierigkeiten und Gefühlen
Experte: Dirk Boudier

Die Arbeit im Ehrenamt, besonders in der Kinderhospizversorgung, ist wertvoll und bereichernd – gleichzeitig kann sie emotional herausfordernd sein. Ehrenamtliche begleiten schwerkranke Kinder und ihre Familien in schwierigen Lebenssituationen und stehen dabei oft vor intensiven Gefühlen, Unsicherheiten und Belastungen.

Dieser Workshop bietet Raum für Reflexion und vermittelt praktische Ansätze, um mit schwierigen Emotionen umzugehen und die eigene Resilienz zu stärken. Achtsamkeitsübungen helfen, im Hier und Jetzt präsent zu sein, emotionale Belastungen besser zu regulieren und eine gesunde Abgrenzung zu finden. Teilnehmende lernen Strategien kennen, um langfristig mit Freude und innerer Stabilität in ihrem Ehrenamt tätig zu bleiben.

RAUM 3: Herausforderungen und Chancen in der interkulturellen Versorgung schwerst kranker Kinder
Expertinnen: Anne-Christin Müller, Teamleiterin SAPV des Kinderhospiz- und Palliativteam Saar & Vanessa Fritzem, Teamleiterin Ambulanter Hospizdienst des Kinderhospiz- und Palliativteam Saar

In der Kinderhospizarbeit begegnen Fachkräfte Familien mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, individuellen Werten und religiösen Überzeugungen. Diese Vielfalt bereichert die Begleitung schwerstkranker Kinder, stellt jedoch gleichzeitig besondere Anforderungen an Pflegekräfte, Betreuende und Ehrenamtliche.

In diesem Workshop setzen wir uns mit den Herausforderungen und Chancen der interkulturellen Versorgung auseinander. Gemeinsam reflektieren wir kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung von Krankheit, Sterben und Trauer und erarbeiten praxisnahe Ansätze für eine kultursensible Begleitung von Familien.

15.00 Uhr - Abschlussrunde

Wir sammeln die Ergebnisse und nehmen uns die Zeit für eine abschließende Diskussion und offene Rückfragen aus den Workshops.

15.30 Uhr - Ende der Veranstaltung